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04.03.2009

Am Freitag, 13. März 2009 ist der bundesweite Rauchmeldertag

Erschreckende Zahlen

Wussten Sie, dass 95% aller Brandopfer nicht wie man vermuten möchte an den Flammen, sondern entweder an einer Rauchvergiftung sterben oder sie ziehen sich eine Verätzung von Lunge und Atemwegen zu, die im Extremfall ebenfalls zum Tod führt?

Jedes Jahr sterben in Deutschland mindestens 600 Personen an den Folgen von Bränden in privaten Wohnräumen. Darunter sind 200 Kinder. Weitere 6.000 Personen kommen jährlich hinzu, die den Rest ihrs Lebens an den Folgen von Verletzungen aus dieses Bränden leiden. Insbesondere Kinder sind gefährdet, da sie zum einen die Gefährlichkeit des Brandrauches nicht richtig einzuschätzen vermögen und zum anderen weil Kleinkinder dazu neigen, sich bei Brandausbruch zu verstecken anstatt aus dem Gefahrenbereich zu fliehen und Erwachsene zu verständigen. Rauchwarnmelder insbesondere in Kinderzimmern können mithelfen, großes Leid zu verhindern.

Übrigens: Mehr als 70% dieser Brände tritt im Zeitraum von 22 Uhr bis 7 Uhr auf, also zu einem Zeitraum in dem die meisten Leute schlafen!

Gefährlichkeit der Rauchgase

Diese Atemgifte können bereits innerhalb von 5 Minuten nach Ausbruch des Brandes tödlich wirken. Die hochgiftigen Rauchgase versperren innerhalb kürzester Zeit die Sicht und nehmen damit jegliche Orientierung. Das oftmals auch mit einem Brand entstehende hochgefährliche Kohlenmonoxyd ist dazu geruchlos und verhindert die Aufnahme von Sauerstoff in die Lungen.

Die Zeit ist der ausschlaggebende Faktor

Bei einem sich entwickelnden Schwelbrand, können unbemerkt von den Bewohnern über einen Zeitraum von 10 bis 20 Minuten bereits giftige Rauchgase an die Umgebung abgegeben  werden, die dann die Menschen im Haus einatmen und daran ums Leben kommen können. Rauchgase können bereits nach 5 Minuten tödlich wirken.

Es kommt also darauf an, dass man rechtzeitig gewarnt wird.

Am zuverlässigsten sind hier Rauchmelder. Ein Rauchmelder arbeitet mit einer handelsüblichen Batterie (Lebensdauer 2-3 Jahre) und sondert bereits nach 2- 3 Minuten nach Brandausbruch einen lauten (ca. 85 dB) Alarmton ab. Die Bewohner eines Hauses gewinnen dadurch wertvolle Zeit um sich ins Freie zu retten.

Alle anderen "Warnmöglichkeiten" (Nachbarn, Haustiere, Passanten) sind völlig unzureichend und indiskutabel (wie soll der auch schlafende Nachbar mitten in der Nacht Brandrauch merken, den man selber noch nicht bemerkt hat?).

Rauchmelder sind unverzichtbar

  • weil sie Menschleben und Gesundheit schützen, indem sie die Bewohner frühzeitig auf einen Brandausbruch aufmerksam machen und ihnen so die entscheidende Zeit verschaffen, sich selbst rechtzeitig in Sicherheit zu bringen
  • weil sie Sachwerte bewahren, denn durch rechtzeitige Entdeckung kann die Brandausbreitung eingedämmt werden, und es wird eine effektivere, da zeitlich schnellere Brandbekämpfung durch die Feuerwehr ermöglicht
  • weil sie das Gefahrenpotential für die eingesetzten Feuerwehrleute verringern, da ein früherer Einsatz das Risiko einer unkontrollierten Brandausbreitung und von Rauchgasdurchzündungen (Flash-Over) maßgeblich minimiert.

Wie soll ich einen Rauchmelder installieren und wo bekomme ich Rauchmelder her?

Zumindest sollte in jeder Etage in der Mitte der Wohnung ein Rauchmelder angebracht sein, darüber hinaus empfiehlt es sich in jedem Fall, in den Kinderzimmern je einen zusätzlichen Rauchmelder anzubringen. Es sind hierzu keine aufwendigen Elektroarbeiten notwendig. Ein Rauchmelder kann an jeder Decke mit zwei Schrauben befestigt werden.

Rauchmelder können in jedem Elektrogeschäft, Baumarkt, Brandschutzfirmen, Feuerwehrfachversand etc. erworben werden. In Hinblick auf die eigene Sicherheit soll der Rauchmelder ein Prüfsigel (GS/CE/VdS) tragen. Der Preis für einen guten Rauchmelder liegt bei rund 15 bis 20 €/Stück. Ein Preis, der uns unser Leben und das unserer Kinder Wert sein sollte.

Weitere Infos auch unter: www.rrl-insiders.de.

Sie sehen also, sich zu schützen, ist einfacher und oft billiger als man denkt.

Ihre Feuerwehren beraten und helfen Ihnen gerne! Fragen Sie uns! Sie finden uns in jedem Ort im Landkreis Eichstätt.