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"Zwei Neue für Kösching" - Mehrzweckfahrzeug MZF und Mannschaftstransportwagen MTW der Freiwilligen Feuerwehr Kösching

Angefangen vom Fahrgestell über die Beklebung bis hin zu den „Frontblitzern“: Auf den ersten Blick ist zwischen den zwei neuen Köschinger Feuerwehrfahrzeugen kein großer Unterschied zu erkennen – zumindest äußerlich. Erst bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass es sich bei den VW Craftern um verschiedenartige Fahrzeuge handelt.

 

So konnte die Köschinger Wehr im Oktober 2015 ein sogenanntes Mehrzweckfahrzeug sowie einen Mannschaftstransportwagen in Dienst stellen.

„Diese Anschaffungen waren das Ergebnis eines, von uns erstellten Konzepts“, erklärt Kommandant Jürgen Meier. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Ersatzbeschaffung eines 28 Jahre alten Mehrzweckfahrzeuges (MZF). Dieser Wagen verfügte über keine Sicherheitsgurte, Kopfstützen und Airbags. Zudem wies die Karosserie nicht unerhebliche Korrosionsschäden auf. „Eine Instandsetzung des betagten MZF wäre alles andere als wirtschaftlich gewesen“, stellt Meier fest.

Bei der weiteren Ausarbeitung des Fahrzeugkonzepts wurden auch andere Aspekte näher durchleuchtet. So wurde festgestellt, dass die Einsatzmöglichkeiten des vorhandenen Kommandowagens eingeschränkt waren, während bei einer Vielzahl von Anlässen ein weiteres Fahrzeug zur Personenbeförderung nötig wäre. Hinzu kam die Tatsache, dass auch die Ortsteilfeuerwehr Kasing einen adäquaten Ersatz für ein, in die Jahre gekommenes Mehrzweckfahrzeug benötigt.

Ende 2014 – nach vielen Terminen und Abstimmungsrunden mit Verantwortlichen und Firmen - konnte dem Marktrat Kösching ein zukunftsorientierter Antrag vorgelegt werden. Dieser fand deren volle Zustimmung und sah den Kauf eines Mannschaftstransportwagens (MTW) sowie eines Mehrzweckfahrzeuges für die Köschinger Wehr vor. Ebenso eine Ersatzbeschaffung für das Kasinger Fahrzeug.

 

Die drei Neuen wurden auf einem Volkswagen-Fahrgestell realisiert, während die Firma Geidobler den Innenausbau übernahm. Durch diese „Sammelbestellung“ wurde nicht nur eine Reduzierung der Anschaffungskosten erreicht! Auch der Ausrüstungsstand der Marktfeuerwehren erfuhr eine Modernisierung.

 

„Gerade bei Einsätzen konnten wir unsere Möglichkeiten mit den beiden Neuen erweitern“, merkt Kommandant Jürgen Meier an. Dies wird vor allen Dingen beim Mehrzweckfahrzeug bemerkbar, welches stets als Erstes ausrückt. Besetzt ist es mit dem Einsatzleiter bzw. Zugführer. Die Beladung enthält daher alle notwendigen Einsatzpläne. Bei Großschadenslagen kann im MZF die Einsatzleitung eingerichtet werden. Für diesen Zweck wurde im Mannschaftsraum ein Arbeitstisch mit Funkgeräten installiert.

Des Weiteren stehen Notebook, Drucker und Telefon parat. Ein Aggregat sowie Geräte für die Verkehrsabsicherung und das Ausleuchten von Schadensstellen wurde im Heck verstaubt. Auch ein aufblasbares Zelt – zur Bildung von Sammelstellen – wurde verlastet. Das Besondere hierbei: Dieses Zelt wurde von der aktiven Mannschaft selbst gekauft!

 

Weitaus überschaubarer fällt die Beladung des „zweiten Neuen“ aus, welcher in erster Linie für den Mannschaftstransport verwendet wird. Hierzu findet eine komplette Gruppe – also neun Einsatzkräfte – im geräumigen Innenraum Platz. Weitere Gegenstände können je nach Bedarf im hinteren Bereich zugeladen werden.