Fiktive Personensuche in Schelldorf
Auf dem Programm stand am letzten Wochenende eine fiktive Personensuche mit Einsatzkräften der Feuerwehren: Schelldorf/Biberg/Krut, der Arbeiter-Samariter-Bund-Hundestaffel (ASB), der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) mit der neuen Flugdrohnen-Truppe, von der Kreisbrandinspektion Eichstätt-Kreisbrandinspektor Franz Walt, Kreisbrandmeister Thomas Buchberger und Kreisbrandrat Martin Lackner. Vor einigen Wochen hatte eine kleine Arbeitsgruppe um Kamerad Michael Kappelmeier eine Übung ausgearbeitet die streng „GEHEIM“ gehalten wurde. Da immer wieder im Landkreis Personensuche aufschlagen sollte es eine größere „Vermisstensuche“ sein!
Samstag 25.08.2017 – 17 Uhr. Alarmierung der eingesetzten Einsatzkräfte. Treffpunkt für den Übungseinsatz war das Feuerwehr-Gerätehaus Schelldorf. Bei der Übungseinspielung durch Spielleiter Michael Kappelmeier wurde bekanntgegeben das 5 jugendliche Personen nach einer Party seit über 10 Stunden als Vermisst gelten. Die Party sollte am südlichen Ortsrand stattgefunden haben. Hier sollten die Einsatzkräfte der Feuerwehren, die Hunde des ASB und die Flugdrohne eingesetzt werden.
Die Feuerwehreinsatzleitung übernahm der örtlich zuständige Kommandant Manfred Mader. Da ein koordinierungsbedürftiger Einsatz angenommen wurde konnte auch der Örtliche Einsatzleiter mitbeübt werden (gespielt durch KBI Waltl). Im Gerätehaus bildete sich die Einsatzleitung, bestehend aus ÖEL mit KBM, EL-Feuerwehr, EL-ASB, UG-ÖEL, UG-ÖEL Drohne, dem 1.Bgm. Christian Wagner aus Kipfenberg. Weiteren Einsatzkräften wurden eingespielt(Polizei, Rettung usw.). Vor dem Gerätehaus wurde das mobile Büro der UG-ÖEL in Stellung gebracht das als Kommunikationszentrale zu allen Einsatzkräften fungierte. Schnell wurde klar das 5 Vermisste zum Teil Jugendliche abgängig sind. Ein blaues Auto sollte auch ein weiterer Hinweispunkt sein.
Nach dem Einteilen der Einsatzkräfte in einem Suchfeld wurden auch die Hunde des ASB und die Flugdrohne in ihre Einsatzabschnitte eingeteilt. Auch die ankommende Presse wurde am Einsatzgeschehen beteiligt.
Nach ca. 1,5 Stunden konnte „Einsatz beendet“ über Funk gemeldet werden und alle Einsatzkräfte konnten zum Gerätehaus zurückbestellt werden. Aufgewärmt und frisch Gestärkt ging es dann in eine zweite Übungsrunde. Nun aber mit einem Handikap. Es wurde ein Nachtübung nochmals eingespielt.
Mit den nun erschwerten Nachtbedingungen wurde die Übung nochmals wiederholt. Eine Herausforderung für Einsatzkräfte der Feuerwehr, den Hunden und der Flugdrohne die nun mit der Wärmebildkamera zum Nachteinsatz starten konnte. Auch diese Übung konnte positiv abgeschlossen werden.
Neben der eigentlichen Hauptübungsaufgabe der Personensuche, wurde auch der Aufbau der Einsatzleitung durch die beteiligten Führungskräfte und der UG-ÖEL sowie die Koordination und Zusammenspiel der Einsatzabschnitte beübt. Nach Art Art. 15 des Bayerisches Katastrophenschutzgesetz (BayKSG) kann zur Bewältigung größerer Schadensereignisse, die keine Katastrophen sind ein Örtliche Einsatzleiter bestellt werden, wenn dadurch das geordnete Zusammenwirken am Einsatzort wesentlich erleichtert wird – auch dieses Szenario ist in die Übung mit eingeflossen - das ausrufen des ÖEL wäre bei einer „echten“ Personensuche durchaus denkbar ist aber nicht üblich und eher unwahrscheinlich, nichts desto trotz wurde aber bei dieser Übung bewusst der Aufbau der Einsatzleitung durch die Führungskräfte und UG-ÖEL beübt.
In der Abschlussbesprechung wurden die Einsatzgrenzen in Vor- und Nachteile von Menschen, Tieren und Flugdrohen angesprochen. Kreisbrandrat Lackner bedankte sich bei alle Einsatzkräften die wieder viele Stunden ihrer Lebenszeit für diese Einsatzübung geopfert haben.
Vielen Dank an das Vorbereitungsteam um Michael Kappelmeier für die Ausarbeitung des Übungseinsatzes.
Dank auch an alle Einsatzkräfte der Feuerwehren, des ASB, der UG-ÖEl, KBI Walt, KBM Buchberger sowie allen gespielten Einsatzopfern!
Wir danken auch dem Team von INVT und dem Donaukurier die uns Besucht haben.
Text: Martin Lackner KBR
Fotos: Maria Lisa Schiavone (Donaukurier) / INTV / UG-ÖEL
Bericht Donaukurier:
https://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/DKmobil-Wenn-Jungs-im-Wald-verloren-gehen;art575,3894430
Bericht INTV:
https://www.intv.de/mediathek/video/vermisstensuche-feuerwehr-schelldorf-uebt-den-ernstfal